Die Geschichte von Ben Bärchen

Das Leben des kleinen Ben B. begann mit einer dramatischen Diagnose: Er wurde mit dem 'Hypoplastischen Linksherzsyndrom' (kurz: HLHS) geboren und hätte nicht ohne Operation überleben können. Bis zur 22. Schwangerschaftswoche ahnten Bens Eltern davon jedoch nichts. Erst eine Routine-Ultraschalluntersuchung führte zur Entdeckung der Fehlbildung. Glücklicherweise kann HLHS heute - nach Jahrzehnten der Forschung - mit einer bestimmten Operationsmethode das Leben der Betroffenen retten. Diese Behandlung - benannt nach dem U.S.-amerikanischen Pionier auf dem Gebiet und Herzspezialisten William Norwood - wird auch im Deutschen Kinderherzzentrum in Sankt Augustin erfolgreich durchgeführt. Die Qualität der Behandlung und die Pflege werden auch durch Spenden, die der VFK e.V. sammelt, gesichert.

Hypoplastisches Linksherzsyndrom (HLHS)
HLHS ist ein schwerer angeborener Herzfehler. Pro Jahr sind bis zu ca. 140 Neugeborene davon betroffen. Ihre linke Herzkammer ist unterentwickelt (hypoplastisch), Aorten und Mitralklappen können verengt oder verschlossen sein. In Deutschland stellt HLHS eine Diagnose dar, die sogar eine legale Abtreibung erlaubt. Seit den 1980er Jahren entwickelten U.S.-amerikanische Herzzentren eine spezialisierte Operationsmethode, die heute erfolgreich angewendet wird: die dreistufige Norwood OP.


Entscheidung für das Leben

Für die Diagnose HLHS gibt es in Deutschland keine Behandlungspflicht, doch Astrid B. und ihr Mann entschieden sich dennoch dafür. Die Eltern des herzkranken Jungen - der anfangs noch keinen Vornamen bekam - suchten eine renommierte Kinderherzklinik auf und ließen sich auch im Deutschen Kinderherzzentrum (DKHZ) beraten. Die Ärzte konnten ihnen Hoffnung machen: Die vorgeburtliche Früherkennung (Pränatalmedizin) und erfolgreiche operative Eingriffe könnten ihrem Kind zu einer guten bis sehr guten Lebensqualität verhelfen. Astrid B. suchte ebenfalls bei anderen Betroffenen Rückhalt. Sie und ihr Mann schöpften Mut.

Norwood-OP rettet Ben

Bens Eltern fällten ihre Entscheidung zugunsten der dreistufigen Norwood-Operation im DKHZ in Sankt Augustin. Die Hebamme bestätigte ihnen, dass Kinder einen sehr starken Überlebenswillen haben - und der kleine Junge, den anfangs jeder nur 'Bärchen' nennt, zeigt einen eisernen Willen. Bärchen überlebt alle drei Stufen der Behandlung - nicht zuletzt wegen der Anstrengungen der vielen Spezialisten am DKHZ. Astrid B. und ihre Familie konnten von der Kompetenz, der großen Erfahrung und beruhigenden Routine der Herz- und Thoraxchirurgen sowie der Kinderkardiologen und Pfleger/innen auf den Kinderherzstationen in vollem Umfang profitieren. Auch der hohe Standard der - teils spendenfinanzierten - Ausstattung trug dazu bei, dass das Kind die risikoreiche Behandlung gut verkraften konnte.

Ein neues Kapitel

Die glücklichen Eltern haben sich schließlich entschlossen, ihrem Bärchen den Vornamen Ben zu geben. Der Junge, der 2010 die letzte OP hinter sich gebracht hat, geht inzwischen in einen Regelkindergarten mit anderen Kindern, deren Start ins Leben ohne Komplikationen verlaufen ist. Die breite Unterstützung der gesamten Kinderklinik durch alle Phasen der Behandlung und die warme Atmosphäre auf der Station K2 - die (z.B.) mit Spenden neu gestaltet werden konnte - haben der Familie sehr geholfen. Die Eltern und ihr Herzkind wurden im DKHZ angemessen aufgefangen. Ben lebt inzwischen sogar ohne Medikamente.

Vielen Dank, dass Sie Kindern wie Ben Bärchen helfen!
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Psychologische Hilfe für junge Menschen
Dank der finanziellen Förderung durch den LR Global Kids Fund e.V. steht den Kindern auf den 'Herzstationen' des DKHZ jetzt eine eigene Mitarbeiterin zur psychologischen Unterstützung zur Verfügung. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene mit angeborenem Herzfehler können sich bei Problemen an die qualifizierte Zusatzkraft wenden. Der VFK e.V. freut sich über diese projektbezogene Zusammenarbeit zugunsten der ganzheitlichen Versorgung im DKHZ.

KTQ® zertifiziert Kinderklinik!
Die Prüfer der "Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen" (KTQ®) haben die Asklepios Kinderklinik erneut zertifiziert: Nach 2005 konnte die Kinderklinik auch im Juni 2008 uneingeschränkt überzeugen.
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Vereinte Kräfte!

Im Deutschen Kinderherzzentrum Sankt Augustin (DKHZ) werden seit über 25 Jahren Patienten mit angeborenen Herzfehlern diagnostiziert und behandelt. Diese Spezialisierung führte in den letzten Jahrzehnten zu Bahn brechenden Weiterentwicklungen in der

  • Herz- und Thoraxchirurgie,
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  • Kardiologie,
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  • Pränatalmedizin.
Das perfekte Zusammenspiel der Kernkompetenzen zwischen den Fachdisziplinen des DKHZ ist dafür die Basis. Die unterschiedlichen Fachärzte sorgen gemeinsam mit den vielen examinierten und spezialisierten Pflegekräften für eine lückenlose Versorgung der Kinder und Jugendlichen. Der besonders gute Personalschlüssel und die erstklassige medizinische Ausstattung garantieren beste Diagnose- und Behandlungsqualität. Die besondere, menschliche Atmosphäre entsteht aber erst durch den persönlichen Einsatz jeder einzelnen Fachkraft in Sankt Augustin und durch das Vertrauen innerhalb der Ärzte- und Pflegeteams.

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